Rosenkavalier – Premiere Krefeld 21.9.2014

Im „Opernglas“ (11/14) schreibt M. Lode-Gerke:

Neben der sehr intelligenten Personen führung und den durchaus witzigen Einfälle (…)  überzeugen auch die Sänger, allen voran Eva Maria Günschmann als ungestümer Octavian. Die Sängerin, die sich perfekt in die Rolle eines jungen Mannes hineinzudenken weiß, verfügt über eine satte, brustige Tiefe, die sie geschickt in die übrige Tessitura einfügt. Sophie Witte ist sowohl musikalisch als auch äußerlich eine bezaubernde, mädchenhafte Sophie, die aber durchaus weiß, was sie will und nicht will (…)  Der glockenreine Sopran der Sängerin überzeugt nicht nur in der Höhe, etwa bei der Überreichung der silbernen Rose, sondern auch im letzten Akt, wenn sie  sich im Terzett gegen die beiden anderen Damen durchsetzen muss. Die Stimme der dritten im Bunde, Lydia Easley als Feldmarschallin, wirkte im ersten Akt in der Höhe zunächst etwas grell, wunderbar hingegen gelangen der Sängerin der große Monolog und ihr Auftritt im dritten Akt.

In den „Revierpassagen“ schreibt Werner Häußner:

(…) Die Regisseurin[Mascha Pörzgen] hat ihre Arbeit aus den Figuren heraus entwickelt – eine heute nicht mehr selbstverständliche Kunst feiner Andeutungen, ein Verzicht auf allzu plakative Visualisierungen (…) So hat der Charakter der Marschallin etwas Schwebendes: Lydia Easley verkörpert eine Frau an einem Scheideweg ihrer Existenz, der sie bewegt, aber nicht haltlos macht (…)  Mit Eva Maria Günschmann hat Krefeld einen nahezu idealen Rosenkavalier; ein körperlich präsenter, gesanglich tadelloser Octavian, fähig zu nuancierter Charakterisierung, gesegnet mit einem exquisiten Timbre und einem leicht strömenden, unaffektierten Mezzo. Sophie Witte ist ihr eine ebenbürtige Partnerin mit ihrem leichten, klanglich erfreulich unverdünnten Sopran. (…) Für Matthias Wippich ist der Ochs eine Paraderolle. Nicht nur das künstliche Wiener Idiom beherrscht er vortrefflich; er kann auch mit der Tiefe spielen und im Zentrum die Farben seiner Stimme für geflissentlich annektierte Eleganz und sich entladende Grobheit einsetzen…

www.revierpassagen.de

Und im „online-Music-Magazin“ bemerktStefan Schmöe über die Premiere:

Für ein Stadttheater bleibt der Rosenkavalier eine Herausforderung, und das Theater Krefeld-Mönchengladbach meistert das ganz ausgezeichnet. Zuallererst muss das Orchester die vertrackte Partitur bewältigen – die guten Niederrheinischen Sinfoniker unter der Leitung ihres estnischen Chefdirigenten Mihkel Kütson machen das sehr überzeugend (…) Fast komplett kann die Oper mit dem hauseigenen Ensemble besetzt werden, und das auf sehr ordentlichem Niveau. Herausragend ist Eva Maria Günschmann als glutvoll lodernder Octavian, strahlend in der Höhe und mit satter Mittellage…

http://www.omm.de

Das schreibt Michael S. Zerban im „Opernnetz“:

„(…)  Trotzdem wird die Paraderolle an diesem Abend von ihrem Liebhaber in den Schatten gestellt. Eva Maria Günschmann gibt einen Octavian, der das Publikum vom ersten Moment an begeistert. Es ist weniger die stimmliche Leistung, die sich über viele im Fach erhebt; es ist ihre Ausstrahlung, die sie von vielen Quinquins dieser Welt unterscheidet. Ihr zur Seite steht eine Sophie, die trotz vorangegangener Erkältung prachtvoll und in glasklarer, bewundernswerter Verständlichkeit intoniert,…“

www.opernnetz.de

 

Christoph Zimmermann im  „Der Neue Merker“:

„(…) Die äußere Erscheinung von Marschallin und Octavian addiert sich in Krefeld – stärker als bislang anderswo erlebt – der szenischen Deutung hinzu. EVA MARIA GÜNSCHMANN gibt einen hochgewachsenen, schlanken Jüngling, impulsiv, voll drängender Gefühle und singt mit einer wunderbar ausgeglichenen Stimme voller Leuchtkraft. Nach ihrem Adriano eine neue  Figur voll feurigen Lebens..“

www.der-neue-merker.eu

 

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